Langzeit-Fazit: Proxmox

Seid nun etwas über einem Jahr verwende ich nun Proxmox zur Bereitstellung der Dienste in meinem SmartHome.

Ursprünglich war die Migration auf Proxmox eher ungeplant und wurde aus der Not heraus beim Umzug der Hardware in den Netzwerkschrank durchgeführt.

Dabei ist mir leider mein damaliges Hauptsystem – ein RaspberryPi 4 – gehimmelt und ich musste ein Desaster Recovery auf neue Hardware durchführen.

Da ein Raspberry Pi 4 im Stationären Handel nicht zu bekommen ist, wurde es ein alter Laptop mit Proxmox und die Dienste wurden auf Virtuellen Maschinen wiederherstellen.

Proxmox: Hardware

Im laufe dieses Jahres hat sich die Hardware meiner Proxmox Umgebung öfter geändert, da ich immer höhere Anforderungen an die Systeme hat und sich die VMs von Ursprünglich 3 auf mittlerweile 13 VMs erhöht hat.

Das schöne an dem System ist ja, dass es eigentlich relativ egal ist welche Hardware man verwendet da Proxmox so ziemlich auf jeder Hardware läuft.
Sei es ein alter Laptop, Intel NUC oder ein richtiger Server.

Anfangs hatte ich mich auf Laptops konzentriert, da diese sehr Energiesparend bei gleichzeitiger guter Performance liegen.
Jedoch hat Laptop-Hardware einen ganz speziellen Nachteil – Sie sind nicht wirklich Aufrüstbar und man erreicht schnell eine grenze.

Aus diesem Grund habe ich mir dann einen richtigen Server zugelegt.
Es handelt sich dabei um einen alten HP ProLiant DL360G6, den ich mir Kostengünstig zulegen konnte.

Diesen hatte ich noch etwas mit RAM und einer neuen CPU aufgerüstet, so dass ich nun sehr lange an keine Leistungsgrenze stoße.

Der Server läuft momentan mit folgenden Specs:
Intel(R) Xeon(R) CPU X5670 @ 12 x 2.93GHz
128 GB DDR3-ECC Registered RAM
2 x SAS 300 GB HDD

Natürlich hat dieser Server auch einen Entsprechenden Stromverbrauch aber auf der anderen Seite – die Leistung und vor allem Freiheit, die daraus resultiert sind enorm und mir das ganze Wert.

Proxmox: Stabilität

Proxmox läuft aktuell in PVE Version 6.2-11 bei mir und der Server läuft nun schon seid 96 Tagen ohne Probleme.

Seid 96 Tagen läuft nun der Proxmox Host ohne Unterbrechung

Der letzte Neustart war ein geplanter Failover-Test auf meinen Standby-Laptop um mal wieder diese Funktionalität zu testen.

Ansonsten läuft Proxmox absolut Stabil und es gibt auch keine Funktionalität, die ich vermisse.

Dienste kann man entweder als richtige VM bereitstellen oder aber auch als LXC, welche mir mittlerweile ans Herz wachsen – auch wenn ich anfangs meine Probleme mit ihnen hatte ….

Selbst wenn ich aufgrund eines Updates die Synology NAS Neustarte, auf welcher die VM Festplatten per NFS eingebunden liegen, stört das den Host eher wenig und das System läuft weiter.

Auch die integrierte Backup-Funktion arbeitet einwandfrei – ich musste tatsächlich schon mehrmals darauf Zurückgreifen, da ich mir beim “basteln” eine VM zerschossen habe.

Fazit

Die ungeplante Migration auf Proxmox war auf Lange Sicht das beste,was mir passieren konnte.

Die Möglichkeiten, die mir das System bietet hätte ich so im Ansatz mit Raspberry Pis nicht umsetzen können und auch die Flexibilität zu haben “Ja ich hab da eine Idee, ich bau gerad mal eine VM/LXC und los geht’s” ist für mich Gold Wert.

Natürlich muss man es nicht direkt so übertreiben und sich gleich einen richtigen Server zulegen, sondern man sollte das Thema erstmal mit gegebenenfalls Vorhandener Hardware ausprobieren.

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.