Mein erster LXC – Linux Container

Heute habe ich mich mal mit der zweiten Virtualisierungs Technologie beschäftigt, die Proxmox bietet: LXC oder auch Linux Container genannt.

Durch meine Arbeit bedingt bin ich ein Freund der virtuellen Maschine und hatte da noch nicht viel Berührungspunkte mit Container oder Docker.

Was ich so gelesen habe, sollen LXC einige Vorteile aber auch Nachteile im Vergleich zur VM haben.

In Proxmox war die Installation sehr einfach, wenn man es den Installation nennen will.
Man legt einen neuen Container an, wählt das zu verwendende Image.
Das Image muss jedoch zuerst via Proxmox GUI heruntergeladen werden.
Neben Grundsystemen wie Debian oder OpenSuse gibt es hier auch einige vorgefertigte Installationen so dass ein Deployment sehr einfach gestaltet ist.

Für meinen LXC habe ich mich, wie vie Virtuellen Maschinen auch, für ein blankes Ubuntu 16.04 entschieden – ich bin kein Freund von vorgefertigten Images oder auch Virtual Appliance.

Nach dem erstellen des LXC definiert man noch RAM, CPU und direkt eine IP Adresse, danach wird das Image in den Container kopiert und die Kiste startet.

Ich hatte am Anfang etwas Probleme über SSH oder die Proxmox Console an das System heran zu kommen.
In der Console hatte ich keine Eingabemöglichkeit und SSH ist standardmäßig im Ubuntu Image deaktiviert.

Somit musste ich folgende Schritte durchführen:

Zuerst auf die Console des Proxmox Host (entweder über GUI oder SSH).
Danach die Console des LXC anzeigen lassen mit dem Befehl: pct enter VMID

Danach fühlt es sich erstmal an wie eine VM.
Also kurz die /etc/ssh/sshd.conf bearbeiten und PermitRootLogin auf yes stellen.
Dann ist mir aufgefallen, dass nach einem Reboot des LXC der SSH-Dienst nicht automatisch mitstartet.
Nach etwas Google liegt das wohl an dem Ubuntu Image.

Einfach alles nachgemacht, wie es in dem Beitrag steht, sprich

nano /etc/systemd/system/network-online.target.wants/networking.service
und den Wert TimeoutStartSec von 5min auf 1sec geändert, neugestartet – passt.

Nachdem das nun läuft, beschäftige ich mich weiter mit dem Sinn des LXC – der Installation von TVMoisaic – Tuner ist dabei die Fritz!Box.

Ich denke dazu kommt auch noch ein Beitrag.

Update 10.04.2020
Ich habe nun herausgefunden, wie man NFS in einen LXC bekommt.
Den Fehler den ich gemachte habe war, Unprivileged Container nach der Erstellung auf No zu setzten.
Wenn diese Einstellung direkt bei der Erstellung deaktiviert wird, arbeitet das LXC als richtiger Root und NFS klappt dann.

Ein Gedanke zu „Mein erster LXC – Linux Container“

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