Der Rasperry-Pi 4

Heute ist mein Raspberry Pi 4 angekommen und ich musste ihn natürlich gleich aufbauen und testen.

Bestellt habe ich ihn bei Amazon in der 2 GB Variante (Konnte die 4 GB Variante irgendwie nicht vorrätig finden?).
Dazu ein Gehäuse + Netzteil: Link
Das Gehäuse war sehr interessant beim Zusammenbau aber es ging.
Ich habe mich für das Gehäuse entschieden, da hier Kühlkörper + externen Lüfter enthalten waren und ich vorab im Internet gelesen habe, dass hier eine definitive Empfehlung zu einem externen Lüfter geht.

Auf dem kleinen läuft nun ein Debian Buster und aktuell folgende Dienste:

Plex Media Server
Nextcloud (Apache 2.4 / PHP7.3)
PiHole

Meine Datenbank der Nextcloud habe ich auf meiner Synology gelassen, kann da ja ruhig drauf bleiben.

Zum Thema Nextcloud:
Nextcloud ist so installiert, dass sowohl das “data” Verzeichnis als auch die MariaDB SQL auf der Synology liegt.
Mit der Datenbank Verbindung hatte ich keine Probleme, hier habe ich auf der Synology einfach einen Remote Account angelegt, mit Vollzugriff auf die Nextcloud Datenbank, wie man es eben kennt.

CREATE USER 'nextcloud'@'10.9.40.70';
GRANT ALL PRIVILEGES ON cloud.* To 'nextcloud'@'10.9.40.70' IDENTIFIED BY 'PASSWORD';
FLUSH PRIVILEGES;

Mit dem Datenverzeichnis hatte ich da schon mehr Probleme.
Das Problem bei NFS, hier werden die Verzeichnisberechtigungen per UID bzw. GUID definiert, d.h. wenn mein “www-data” Account auf dem Pi die UID 25 hat und die Gruppe die GUID 26, über ls -l jedoch als Berechtigte UID bzw. GUID wie folgt aus sieht: 1024 / 1025 – bekommt der www-data Account keine Berechtigung auf dem Verzeichnis.
Einfachste Lösung hierfür war:
Remappen der UID bzw. GUID der www-data:

usermod -u 1024 www-data
groupmod -g 1025 www-data


Danach ging auch der Schreibzugriff auf das Cloud-Daten Verzeichnisses.

Zum Thema Performance brauch sich der Pi 4 hier nicht Verstecken.
Auf meiner Instanz sind aktuell 5 Users Aktiv (Familie) und ich muss sagen, sowohl der Seitenaufbau über den Browser, als auch der automatische Kamera-Upload funktionieren wesentlich schneller, als auf der Synology Box, ich kann hier nur einen minimalen Unterschied feststellen, zu der Geschwindigkeit, als die Instanz noch auf meinem vServer gelaufen ist, also die Ladezeit kann hier meiner Meinung nach mit dem virtuellen Server im Internet locker mithalten.

Zum Thema Plex:
Das funktioniert natürlich auch wunderbar, ich habe meine Mediathek mal komplett auf *.MP4-Dateien konvertiert, da diese zum Direct Play geeignet sind und kein Transcoding stattfindet, von daher kann ich zur Transcoding-Performance keine Aussage treffen.

Zum Thema Temperatur:
Wie am Anfang schon geschrieben, hat der Raspberry Pi 4 wohl bei höherer Auslastung auch entsprechend eine höhere CPU Temperatur, mit dem Externen Lüftern und den Kühlkörpern des Gehäuses, dass ich mir dazu gekauft habe, scheint das aber kein Thema zu sein.
Ich habe das während der Installation mal Beobachtet und die höchste von mir gemessene CPU Temp waren 55,0° – also Lauwarm.
Jetzt wo er fertig ist und nur noch Rumdümpelt, liegt die Temp bei 49,0°

~# sudo vcgencmd measure_temp
temp=49.0'C

Also alles in allem, ist der Pi 4 eine deutliche Verbesserung zum 3er Model und die Anschaffung kann sich durchaus lohnen.