Der Echo Show 5

Jetzt in der Vor-Weinachtszeit haut Amazon ja gerne seine eigenen Geräte zu einem Spotpreis raus und ich liebäugelte schon etwas länger mit dem Echo Show 5, sprich Alexa mit Display.

Es gibt schon einige Vorteile gegenüber der reinen Voice-Version, mein größtes Anliegen war die Einbindung meiner Kameras, so dass ich mir diese auf dem Echo Show anschauen kann.

Ich verwende überwiegend billige China Kameras (WansView, 0815 und co.) die Teilweise mit ONVIF angesteuert werden, teilweise per RTSP.
Als Kamerazentrale verwende ich die Synology Surveillance Station.
Ich habe hier eine Lizenz für aktuell 6 Kameras und habe auch meine Kameras dort angebunden.

Es gibt einen Skill + Dienst, der genau das bietet: Monocle Cam
Ich führe nun mal nicht aus, wie man sich dort registriert und Kameras hinzufügt, dass ist sehr gut dokumentiert muss man sagen, quasi Idiotensicher!

Mit dem Dienst hatte ich nur ein Problem, dass er sich auf dem Interface *:443 krallen will.
Ich habe versucht das Gateway auf meinem Primären Raspi 4 zu installieren, funktionierte nur nicht, da Port 443 (HTTPS) bereits durch mein Nextcloud gesperrt ist.
Es gibt (aktuell!) keine Möglichkeit, dass ganze auf eine IP Adresse zu mappen, also musste ich mir für den zweck wieder einen alten Raspberry Pi 3b aus dem Keller ausgraben und aufsetzten … soweit so gut, über den separaten Pi läuft es einwandfrei.
Richtig eingerichtet, kann man sich via “Alexa, zeige den Parkplatz” sich eine entsprechende Kamera anzeigen lassen.

Daneben bietet er eine reihe weitere Vorzüge, wie ein Webbrowser (sogar Firefox oder der Amazon Browser Silk) mit dem man auf Youtube oder ähnliches zugreifen kann, dass sind aber m.M. nach nur Spielerein. Google und Amazon sollen sich mal bitte fertig streiten, dass es eine vernünftige YouTube App für den Echo gibt, dann können wir darüber reden.

Unser Echo Show steht in der Küche und wir verwenden sehr oft die Timer Funktion, diese wird im Display angezeigt, also kein Fragen mehr, wie lange geht der Time noch.

Ein weiteres gutes Feature ist, mit Alexa zu kochen.
Ich finde das ein gelungenes Highlight des Echo Shows, einmal ein Rezept gestartet, wird dieses von Alexa vorgelesen und mit einem “Alexa, weiter” springt er zum nächsten Schritt, somit brauch man mit dreckigen Fingern nicht am Touch-Screen rum wursteln.

Alles im allen bin ich sehr zufrieden mit dem Alexa Show 5, die Displaygröße ist ausreichend und sonstige Alexa Features sind auch vorhanden.

Home Assistant vs. Homematic – Teil 2

Meine Umstellung von Home Assistant auf Homematic bzw. auf einen Raspberrymatic ist nun soweit abgeschlossen.
Ich habe weiterhin auch meine Geräte konsolidiert.

D.h.:
Statt Laptop mit 2 Externen Festplatten (1 x Daten, 1 x Datensicherung) und diversen VM’s läuft nun als Speicherherz eine Synology DS218j mit 2 x 3 TB Platten (Wird ggf. auf 2 x 6 TB erhöht, wenn jetzt beim PrimeDay mal was dabei ist).
Auf dieser NAS habe ich nun folgende Dienste laufen

  1. Nextcloud (Apache 2.4, PHP 7.2, MariaDB 10)
  2. openVPN
  3. Samba-Server (Dateifreigaben)
  4. Backup auf Externe (via Hyper Backup)
  5. Surveillance Station (mit aktuell 4 Kameras, Tendenz steigend)

Bei der Nextcloud Instanz war ich mir anfangs nicht sicher, wie sich die Performance auf der Synology DS218j anfühlt aber für meine Zwecke (etwas Datenfreigeben, Bildersync usw.) ist es völlig okay, klar kann das nicht mit einem richtigen Server mithalten, aber es kommt immer drauf an, was man erwartet.

Als SmartHome-Herz läuft nun ein Raspberrymatic mit dem RPI-RF-MOD Modul für das Homematic bzw. auch Homematic IP Protokoll.
Darauf habe ich mir gleich den CuXD installiert, damit ich meine diversen TP-Link HS100 bzw. auch die HS110 einbinden kann.
Für die Alexa Anbindung habe ich einen zweiten Raspberry Pi installiert mit IOBroker und dem Homematic Adapter und dem Cloud-Adapter.

Eins noch, da ich dazu keine Lösung im Internet gefunden hatte, habe ich mir eine Lösung selbst gebaut.

Ich habe einen Samsung Smart-TV und diesen habe ich immer via samsungctl über Home Assistant gesteuert (Jugenschutz-Pin bzw. ausschalten).
Das ganze konnte ich auch in Homematic integrieren, dafür habe ich Python3 + samsungctl auf dem IOBroker Raspberry installiert, über ssh-copy-id eine Passwortlose Authentifizierung eingerichtet (auf dem Raspberrymatic muss dafür das Addon “SSH-keydir” installiert sein, damit der Key auch sicher gespeichert ist) und danach über CuXD bzw. Script die Ausführung von Samsungctl über den zweiten Pi Richtung Samsung-TV.
Für das Ein bzw. Ausschalten sieht das in der CuXD wie folgt aus:

Ausschalten:
SWITCH-FALSE CMD_SHORT(/usr/bin/ssh root@10.9.40.70 /root/homematic/Samsung_Off.sh)

Anschalten:
SWITCH-TRUE CMD_LONG(/usr/sbin/ether-wake 9C:8C:6E:52:F3:E6)

Auf dem IOBroker-Pi habe ich unter root einen Ordner angelegt “homematic” und da als Script jeweils die auszuführende Aktion, z.B.:

samsungctl --host 10.9.40.37 --port 8002 --method websocket KEY_RED
sleep 1
samsungctl --host 10.9.40.37 --port 8002 --method websocket KEY_POWER

der KEY_RED ist zum Verbindungsaufbau der Websocket connection, falls die mal nicht aufgebaut ist.